Der Weg

Mein Weg ist das Ziel

Wer wir sind und wie wir uns verhalten ist meiner Überzeugung nach immer ein Ergebnis dessen, was wir erfahren haben, sowie der Erkenntnis- und Bewusstseinsebenen, die wir auf unserem bisherigen Weg bereits erreichen konnten.

 

Um demnach vollständig zu verstehen, was mich an diesen Punkt meines Lebens geführt hat, bedarf es einer Vielzahl von Betrachtungswinkeln. In der Geschäftswelt ist der klassische Lebenslauf noch immer das bevorzugte Mittel einer Zusammenfassung der beruflichen Karriere, aber um einen einzelnen Menschen wirklich kennenzulernen braucht es mehr.

 

My Journey is ... the rewardAuf dieser Seite biete ich sowohl einen groben Überblick über meine Professionelle Karriere, als auch eine individuelle Zusammenfassung meines Persönlichen Werdeganges. Weitergehende Details zu meiner Karriere sind auf den Business-Netzwerken LinkedIn und XING bei Bedarf verfügbar. Wenn Sie mir auf Twitter folgen oder meinen Blog lesen möchten, dann werden Sie zudem umfassende Einblicke in meine unterschiedlichen Interessensbereiche, sowie persönliche Gedanken und Sichtweisen erhalten.

 

 

Letztlich beantworte ich natürlich auch gerne jede Ihrer direkten Kontaktanfragen. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

 

 

 

Meine Professionelle Karriere

Nach meinem sehr analytischen Universitätsstudium im Fachbereich Allgemeiner Maschinenbau, war es mir erfolgreich möglich, Erfahrungen in Bereichen wie Beratung, Firmen-Restrukturierungen, Firmen-Zusammenschlüsse, Globale Geschäftsentwicklung, Großkundenbetreuung, Interkulturelles Management, Marketing, Nachhaltigkeit, Produktlebenszyklus-Management, Soziale Verantwortung und Vertrieb zu sammeln.

 

In mehr als 20 Jahren Berufserfahrung habe ich Einblick in eine Reihe unterschiedlicher Branchen gewinnen können, inklusive Automobilbranche, Energieversorgung, Informationstechnologie, Konsumgüter, Maschinenbau und Outsourcing-Dienstleistungen.

 

Insbesondere habe ich beispielsweise für – oder eng zusammen mit – folgenden Unternehmen gearbeitet: CMG, E.ON, EnBW, Ford, InBev, Logica, Mercedes, Microsoft, PTC, Philips, Roche, Vodafone und Wilo.

 

Während ich stets mit allen Hierarchieebenen der Unternehmen gearbeitet habe, lag mein Hauptschwerpunkt zumeist beim Senior Management. Ich habe Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern unmittelbar als „rechte Hand“ gedient, eng mit dem Top Management meiner Kunden zusammengearbeitet und war selbst Mitglied einer Reihe von Führungsgremien wie z.B. dem Internationalen Vorstand des Energieversorgungssektors, dem Internationalen Vertriebs- & Marketing Komitee und dem gruppenweiten Führungsausschuss für Umweltschutz.

 

Während ich mein ganzes Arbeitsleben lang als Vollzeitangestellter in überwiegend großen internationalen Konzernen beschäftigt war, habe ich vor einigen Jahren parallel dazu meine eigene kleine Coaching-Unternehmung (CxO-Coaching) gegründet.

 

Ausgelöst durch signifikante organisatorische Veränderungen in den Zentralfunktionen nach der Firmenübernahme von Logica durch CGI in 2012, entfiel die strukturelle Basis meiner letzten Rolle als Global Client Executive. Normalerweise würde niemand eine gut bezahlte und hoch angesehene Vollzeitbeschäftigung aufgeben wollen.

Da ich aber inzwischen der Überzeugung bin, dass es keine Zufälle gibt und die richtigen Dinge stets zur richtigen Zeit geschehen, habe ich mich bewusst dafür entschieden, diesen bisherigen Teil meines Arbeitslebens hinter mir zu lassen und Freiraum für das zu schaffen, was ich als meine Aufgabe betrachte.

 

 

Gold

 

 

Mein Persönlicher Werdegang

Mein Persönlicher Werdegang kann grob in vier aufeinanderfolgenden Phasen zusammengefasst werden:

 

(Hinweis: Im Folgenden werde ich sehr persönliche Gefühle und Wahrnehmungen offenlegen, die ich gerne mit jedem teilen möchte, der meine dahinterliegende positive Intention versteht und respektiert. Zudem ist dieser Abschnitt trotz jeglicher Bemühungen mich kurz zu fassen, sehr viel länger geworden als die anderen Seiten.)

 

 

 

 

 

Frühe Konditionierung

Ich wurde 1971 in Hagen geboren und habe den Großteil meiner Kindheit in der kleinen Stadt Oelde verbracht, bevor ich mit 17 Jahren in Richtung Süden nach Mannheim gezogen bin.

 

Pathway

Als ich ein Junge war, besaß mein Vater sein eigenes kleines Autohaus, während meine Mutter sich hauptsächlich um meine kleine Schwester und mich kümmerte. Für die beiden war es stets wichtig zur lokalen Prominenz zu gehören und so fühlte ich mich schon seit früher Kindheit als etwas Besseres. Ich war bei allem der Chef, was auch immer meine kleinen Freunde und ich unternahmen. Jemand sagte einmal: „Du bist wahrscheinlich schon mit Krawatte auf die Welt gekommen.“

 

Meine Eltern waren bemüht nach außen hin den Anschein einer glücklichen Ehe zu wahren, während nur einigen Wenigen klar war, dass eine Scheidung vielleicht die bessere Alternative gewesen wäre. Aber damals waren noch immer andere Zeiten und so bekamen meine kleine Schwester und ich die Auseinandersetzungen immer unmittelbar mit. Insbesondere der Lebenswandel meines Vaters im Zusammenspiel mit einem nicht ganz glücklichen Händchen im Bezug auf seine eigene Firma verursachten in unserer Familie anhaltende finanzielle Schwierigkeiten.

 

Daher war die Programmierung meines Unterbewusstseins in der Kindheit einfach:

  • Spiele stets Deine Rolle
  • Zu wenig Geld zu haben ist ein riesiges Problem
  • Persönliche Beziehungen funktionieren nicht

 

Von diesen Mantras getrieben, nahm ich eine relativ arrogante Art an, arbeite schon sehr früh hart für mein eigenes Geld und behandelte meine Freundinnen schlecht. Es ging um Macht und Kontrolle. Materialismus und Egoismus wurden enge Verbündete.

 

 

Allmähliches Erwachen

Nie zuvor hatte eine meiner Freundinnen mit mir Schluss gemacht und als dieses dann geschah, war es Ihre Chefin die zu mir sagte: „Carsten, sieh’ es sein. Es war nicht ihre Schuld. Niemand wird jemals mit Dir zusammenleben können. Du brauchst dringend Hilfe.“

 

Natürlich habe ich eine solche Aussage in dem Moment vollkommen verleugnet und fest daran geglaubt, man hätte sich gegen mich verschworen, aber dennoch muss ein Teil davon mein kampferprobtes Schutzschild durchdrungen haben, denn ich begann zumindest etwas darüber nachzudenken.

 

Die von der Chefin meiner (Ex-)Freundin vorgeschlagene „Hilfe“ machte auf mich eher den Eindruck eine alten Hippies, der noch irgendwie aus einer lang vergangenen Ära übrig geblieben war, und so war es nicht verwunderlich, dass ich die vollkommene Kontrolle behielt und mich in keiner Weise öffnete. „Dir kann nur geholfen werden, wenn Du die Hilfe wirklich willst.“

 

Ungefähr zur gleichen Zeit und oberflächlich betrachtet rein zufällig, empfahl mir eine Bekannte das Buch „Siddharta“ von Hermann Hesse. Sicherlich verstand ich beim ersten Durchlesen noch nicht die gesamte tiefe Bedeutung des Werkes, aber es erweiterte meine Interessensgebiete. Bücher über Buddhismus kamen auf meine Leseliste, welche zuvor in erster Linie Fachliteratur zu Wissenschaft, Technologie und Business Management enthielt. Irgendwie hatte ein Prozess der Selbstheilung begonnen.

 

Meine nächste ernsthafte Freundin war eine ältere Frau, die mir genau vor Augen führte, wie ich selbst mich in früheren Beziehungen verhalten hatte. Es war eine psychologische Achterbahn, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Als dieses ein Ende fand, war mein Leidensdruck ausreichend, um nun selbst zu erkennen, dass ich wirklich Hilfe brauchte. „Wenn der Schüler bereit dafür ist, dann erscheint der Lehrer.“

 

Psychologie ist ein faszinierendes Themenfeld, denn es vermag unterbewusste Muster aufzudecken. Nun begann ich nicht nur mein eigenes Verhalten und dessen Ursachen zu erkennen, sondern auch was das Verhalten der anderen auslöste. Das systemische Denken schaffte den Sprung aus dem bekannten technologischem Umfeld heraus und war plötzlich auch auf innere und zwischenmenschliche Vorgänge anwendbar.

 

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Es dauerte zwei Jahre, in denen ich zumeist alleine an „meinem Platz“ am Rheinufer in Mannheim saß und dem Fluss zusah, bevor ich meine nächste Partnerin traf. Sie hatte ein großes Herz, war verrückt nach Kindern, etwas naiv und sicherlich zu gut für diese Welt. Also schwang das Pendel in gewissem Maße zurück und ich hatte wieder die Kontrolle in der Beziehung.

 

Es war sicherlich schön mit ihr, aber ich war nicht mehr wirklich glücklich mit meiner dominanten Rolle in der Partnerschaft. Nun wünschte ich mir eine ebenbürtige Beziehung. Andere Frauen zogen mich an, zugegebenermaßen noch während ich zugleich mit meiner Freundin zusammen war. Das hieß, dass ich selbst eine Linie überschritten hatte, für deren frühere Überschreitung ich meinen eigenen Vater gehasst hatte. Eine neue Perspektive lässt so manche Dinge direkt in einem anderen Licht erscheinen. Mitgefühl und Vergebung bekamen ihre ersten Chancen.

 

Auf diesem Wege lernte ich auch die erste wirkliche Liebe meines Lebens kennen. Sie war wunderschön, selbstbewusst und genau die Art von Frau, von der ich schon immer geträumt hatte. Um mit Ihr zusammen zu sein war ein klarer Bruch mit meinem bisherigen Leben notwendig. Ich musste alle Vorzüge eines Lebens in der Großstadt und einer klimatisch sehr bevorzugten Region hinter mir lassen und 250 km nördlich in ein kleines Dorf am Ende der Welt ziehen. Umgeben von der endlos schönen Natur der Deutschen Mittelgebirge gewöhnte ich mich aber nicht wirklich an die nur mittelmäßigen Sommer und die sehr langen und harten Winter mit Tonnen von Schnee.

 

Diese Frau kam in einem Paket zusammen mit zwei kleinen Kindern, einer Katze, einem Hund und einem Pferd. Aufgrund meiner Kindheitserfahrungen wollte ich nie eigene Kinder, doch nun war ich plötzlich der Vater einer Patchwork-Familie. Ich begann zu erkennen, dass das Leben eine Reise mit vielen „Stufen“ ist, genauso wie in Hermann Hesse’s gleichnamigem Gedicht beschrieben.

 

 

Bewusster Beitrag

Ich war absolut privilegiert und dankbar, denn ich liebte diese Familie und fühlte mich erstmals in meinem Leben wirklich zuhause. Meine intensiven Geschäftsreisen und viele großartige Urlaube mit meiner Freundin, zumeist auf großen Kreuzfahrtschiffen, ermöglichten es mir viele Orte zu besuchen und rund um die Welt Eindrücke zu sammeln.

 

Ich lernte die Schönheit dieses Planeten zu schätzen, sah aber auch die riesigen Unterschiede zwischen Arm und Reich. Basierend auf diesen Eindrücken wurde ich nachdenklicher, begann die Umwelt mehr zu schützen und Menschen zu unterstützen, die mir besonders am Herzen lagen. Insbesondere zwischenmenschliche Gespräche und Interaktionen wurden tiefgründiger und bedeutungsvoller.

 

Coaching bot mir eine elegante und enorm befriedigende Art, um Empathie und andere „Soft-Skills“ in den harten Geschäftsalltag zu integrieren. Durch die „International Coach Federation (ICF)“ kam ich dann auch mit Ervin Laszlo, dem bekannten System-Philosophen und Gründer des Club of Budapest in Kontakt. Die Zusammenarbeit mit Ervin und das Lesen seiner Bücher hat mir noch viel deutlicher gemacht, wie alles miteinander zusammenhängt. Meine Interessensbereiche dehnten sich nochmals dramatisch aus und ich fand mich immer stärker in den unterschiedlichsten Disziplinen vertieft.

 

Alles schien zusammen zu passen. Augenscheinlich unterschiedliche Themen waren miteinander verbunden und konnten in ein kohärentes großes Bild integriert werden. Es gab viele stichhaltige wissenschaftliche Beweise, die darauf hindeuten, dass Geist der Materie vorausgeht. Alles schien mit einem einzigen zugrundeliegenden Informationsfeld verbunden zu sein.

 

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Über einen wissenschaftlichen und analytischen Ansatz kam ich zu dem Schluss, dass alles Eins sein muss, einer alten Weisheit, zu welcher ich auch als Gläubiger auf einem spirituellen Weg gelangt wäre. Es erschien mir daher, dass ich – während ich meinen eigenen Lebensweg beschritt – vielleicht einen Weg gefunden hätte, die Kluft zwischen einer materialistischen, durch Getrenntheit und Konkurrenz gekennzeichneten Welt und einer spirituellen Welt der Einheit und Zusammenarbeit zu überbrücken.

 

Dieser zunehmende intellektuelle Einblick in die grundlegende Einheit zwang mich dann förmlich psychologisch dazu, vor der eigenen Haustür zu kehren und wirklich vollkommen authentisch zu werden, denn es gab noch immer eine schwierige Thematik in meinem Leben, die noch nicht vollständig integriert war. Ich führte praktisch ein Doppelleben, da ich nie die schlechte Angewohnheit abgelegt hatte, andere Frauen zum Zwecke zusätzlicher körperlicher Befriedigung zu treffen, obgleich ich in dieser liebenden Beziehung lebte.

 

Eines Tages dann, ohne den geringsten rationalen Anlass, wusste meine innere Stimme was zu passieren hatte und ich konfrontierte meine Partnerin letztlich mit dem, was ich zuvor stets vor ihr versteckt hatte. Dies verursachte offensichtlich eine große Krise in unserer Beziehung, aber wenngleich es mir unendlich Leid tat meine geliebte Freundin so ungemein verletzt zu haben, so war ich auch ebenso erleichtert, weil ich es letztlich geschafft hatte offen und ehrlich zu sein.

 

Ich war bereit alles zu tun, um ihr dabei zu helfen, mit dem von mir verursachten Schmerz umzugehen, welcher zu anderen großen bis dato ebenfalls noch nicht verarbeiteten seelischen Narben hinzukam. Wir verbrachten zahllose Stunden zusammen, in denen ich bewusst versuchte ruhig und friedvoll zu bleiben, während ich den begründeten Angriffen meiner Partnerin zuhörte. Fast immer endeten solche Situationen darin, dass wir uns fest umarmten und uns gegenseitig unsere Liebe versicherten. Aber dennoch waren diese Momente nicht stark genug, den aufgestauten Schmerz zu heilen, der nun mit aller Macht an die Oberfläche drängte und verarbeitet werden wollte.

 

Meine Freundin war immer eine starke Persönlichkeit und ab einem gewissen Punkt war es offensichtlich, dass mein Bleiben ihr nicht den nötigen Freiraum geboten hätte, den sie auf diesem speziellen Abschnitt ihres eigenen Lebensweges brauchte. So verließ ich sie und die Kinder voller Schmerz, weil es notwendig war, damit sie Frieden finden konnten. Es war schwer zu akzeptieren, dass meine zunehmende Bewusstheit und mein friedvoller Geist noch immer nicht stark genug waren, die schlechten Angewohnheiten zu kompensieren, die ich selbst nicht rechtzeitig hatte ablegen können.

 

 

Ein neues Leben

Das Schöne am Leben ist seine zyklische Form und so folgt auf Erhaltung und Auflösung auch immer wieder ein Neuanfang.

 

Mit der Freiheit hinzuziehen, wo ich wollte, entschied ich mich nach einer Wohnung in der Nähe eines Golfplatzes zu suchen. Ich hatte schon immer gerne Golf gespielt, aber nie zuvor ein zufriedenstellendes Niveau erreicht, wodurch ich als ehrgeiziger Mensch immer frustrierter wurde, was dazu führte, dass ich noch weniger spielte. Dieser Teufelskreis war nun bereit gebrochen zu werden.

 

Meine neue Partnerin ist einfach anbetungswürdig. Sie versteht und unterstützt meinen Weg, indem Sie mir die Freiheit gibt zu sein und zu machen, was ich machen muss. Wir scheinen seelenverwandt zu sein und ich liebe sie von ganzem Herzen.

 

 

Schließlich hat sich nun auch noch mein berufliches Leben grundlegend verändert. Ich habe eine angesehene Vollzeitanstellung mit einem guten regelmäßigen Gehalt aufgegeben, um Raum für meine Aufgabe zu gewinnen.

 

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"Wenn Du ein System heilen möchtest, dann musst Du Dich zunächst selbst davon lösen."

 

Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dies wäre eine einfache Entscheidung, denn ein Teil von mir hat fürchterliche Angst vor der noch ungewissen Zukunft. Zudem werde ich viele nette Menschen vermissen, mit denen ich sehr gerne zusammengearbeitet habe.

 

Es werden sich aber bestimmt viele fantastische Gelegenheiten ergeben und ich werde ganz sicherlich den Kontakt zu früheren Kollegen, Kunden und Partnern halten, welche auch künftig wieder Klienten und Partner, oder auch einfach – und vielleicht am wertvollsten – Freunde sein können. Also bitte bleiben Sie mit mir über Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing und andere verbunden.